Die einen feiern ihn als Weltmarktführer der Geschenke-Logistik, die anderen ergehen sich in pseudowissenschaftlichen Erklärungen darüber, warum es ihn gar nicht geben kann: den Weihnachtsmann. Dabei beruht seine gigantische Leistung auf einer ganz einfachen Erklärung – er nutzt für seine Produktion natürlich unsere digitalen Lösungen.

Der Stress fängt schon mit der Auftragsannahme an. Die Kunden lernen einfach nicht dazu! Rund 1,8 Milliarden Bestellungen jedes Jahr, die meisten davon gehen innerhalb von zwei Wochen vor dem gewünschten Auslieferungstermin ein, das ginge doch auch früher! Dazu die Bestelllisten, wie die immer ausgefüllt sind! Per Hand, in über 170 verschiedenen Sprachen, zum Teil nahezu unleserlich und so voller Schreibfehler, als hätten Kinder sie geschrieben.

Als Unternehmer steht der Weihnachtsmann jedes Jahr vor solchen Herausforderungen, dass man ihn wahlweise als Weltmarktführer der Geschenke-Logistik feiert oder sich in pseudowissenschaftlichen Erklärungen darüber ergeht, warum es ihn gar nicht geben kann. Weil er zum Beispiel angesichts des Umstandes, 3,14 Milliarden Geschenke in rund 32 Stunden weltweit ausliefern zu müssen, mit einer Schlittengeschwindigkeit von 0,97 Prozent der Lichtgeschwindigkeit reisen müsste – so schnell, dass er unweigerlich verglühen würde. Dabei basiert seine so mysteriös erscheinende Produktionseffizienz auf einem denkbar einfachen Erfolgsprinzip: Der Weihnachtsmann nutzt natürlich die Software-Lösungen der Partner von Germanedge.

Als erstes bringt der Weihnachtsmann Ordnung in das eingangs beschriebene Bestellchaos. „He’s making a list, he’s checking it twice”, heißt es im beliebten US-amerikanischen Weihnachtsliedklassiker „Santa Claus is coming to town” – und von welcher zu checkenden Liste wird dort gesungen? Richtig, von der digitalen Checkliste Checkware von New Solutions. Von diesem Partner nutzt der Weihnachtsmann auch das Digital Shiftbook, schließlich muss die Personaleinsatzplanung von rund 3000 Wichteln und Elfen und immerhin 9 Rentieren koordiniert werden, und dass Knecht Ruprecht neben seiner Rolle als Supply Chain Manager auch noch als Schichtleiter tätig sein kann, geht nur dank digitaler Unterstützung.

In der Produktionsplanung ist nicht zuletzt dank der Lösungen von ORSOFT und GEFASOFT alles perfekt im Fluss. Die sorgen zum Beispiel für eine optimal gleichmäßige Auslastung von Wichteln wie Maschinen, und das wiederum sichert nicht nur die legendär freudvolle Arbeitsatmosphäre (die den Weihnachtsmann trotz Schichtbetrieb und Akkord-Arbeit zu einem der beliebtesten Arbeitgeber der Welt macht), sondern wirkt sich auch positiv auf die Instandhaltungsplanung aus – bei gleichmäßiger Belastung der Infrastruktur lässt sich eben leichter vorhersagen, wann welches Werkzeug gewartet werden muss, und wo über 1000 Fahrräder pro Sekunde montiert und 3000 Schokoweihnachtsmänner pro Nanosekunde gegossen werden müssen, fällt halt ordentlich was an Wartungsbedarf an.

Dass die Produktion von Milliarden von Fahrrädern, Spielkonsolen, Kuscheltieren, Büchern und Ponys (leider ein Problemprodukt angesichts eklatant hoher Diskrepanzen zwischen Bestellmenge und ausgelieferter Ware aufgrund von Einfuhrbeschränkungen, die Gesetzgeber gegen die Interessen und Bedürfnisse ihrer Kunden erlassen) so reibungslos läuft, liegt neben der digitalen Unterstützung von der Auftragsannahme bis zur Lagerlogistik (hier greifen die WMS-Lösungen von Objective) natürlich auch daran, dass im Unternehmen des Weihnachtsmanns das Prinzip der Co-Creation gepflegt wird. Einen maßgeblichen Beitrag dazu leistet das Christkind, das als Chief Experience Officer ein ziemlich gutes Gespür für die Bedürfnisse der Kunden hat und gemeinsam mit ihnen zum Beispiel Lösungen dafür entwickelt, dass in Zukunft statt der fälschlich gelieferten Rute die eigentlich bestellte Playstation angeliefert wird.

Ganz grundsätzlich wird es in der Weihnachtsmann-Fabrik gern gesehen, wenn verschiedene Hände im Keksteig rühren, um das beste Rezept zu ermitteln. Die MES-Lösung von GEFASOFT sorgt schon dafür, dass kein Chaos entsteht, weil es die Plätzchenproduktion in Echtzeit überwacht, vom aktuellen Verbrauch an Schokosplittern bis zur Temperatur der Backöfen – man weiß ja, wieviel in der Weihnachtsbäckerei schief gehen kann, gerade wenn jüngere Auszubildende auf dem Shopfloor auf einmal Entscheider spielen.

Apropos Schiefgehen, damit das möglichst nicht passiert, nutzt Herr Nikolaus als Leiter Qualitätsmanagement die Lösungen der QDA Solutions. Die statistische Prozesslenkung (SPC) hilft, Fertigungstoleranzen zu dimensionieren (gerade bei der Füllung von Kuscheltieren eine Herausforderung, da kann nur ein Wattebäuschlein zu viel oder zu wenig den Kuschelfaktor zerstören, und dazu kommt noch, bei rund 500 Millionen zu produzierenden Teddybären kann man sich ja vorstellen, was bei einem Wattebausch pro Bär an Lagerkapazität erhöht oder verringert werden muss). Das LIMS unterstützt die Wichtel bei der Ermittlung von Normen für die Materialprüfungen – seit diese zum Beispiel wissen, dass ein Fahrrad, um den Qualitätstest zu bestehen, zwar nicht fliegen können, dafür aber Räder statt Kufen montiert bekommen muss, hat sich der Ausschuss um 100 Prozent verringert und die Qualität um 100 Prozent erhöht.

Ursprünglich fand es Nikolaus immer ausreichend, am 6. Dezember vorab einen persönlichen Kurzcheck bei den rund 233 Millionen Lieferadressen am Heiligabend durchzuführen und die Kundenzufriedenheit nach der etwas mysteriösen Einheit „gut geputzte Stiefel“ zu ermitteln. Aber seitdem der Weihnachtsmann die Umtauschzahlen des internationalen Einzelhandels in den zwei Wochen nach Heiligabend aufgrund von falschen oder beschädigten Lieferungen kennt und so richtig Lust auf die Advanced-Planning-and-Scheduling-Lösungen (APS) von ORSOFT bekommen hat, hat Nikolaus vorsichtshalber ein Reklamations-Management eingeführt. Außerdem liebt er die Möglichkeiten der Qualitätsvorausplanung und nutzt die APQP-Methode, um der Unart seiner Kunden, jedes Jahr ihre Anforderungen zu ändern, mit effektiven Vorherplanungen zu begegnen.

Der Weihnachtsmann fängt jetzt immer schon im Sommer mit der Simulation der Planungsszenarien an, und weil er entsprechend Zeit zum Optimieren hat, und weil er zudem mit EdgeOne im kommenden Jahr einen Unified Produktion Workplace zur Verfügung haben wird, mit dessen Hilfe er die absolute Maximaleffizienz in seiner Produktion erreichen kann, würden wir uns nicht wundern, wenn im nächsten Jahr schon am 23. Dezember Heiligabend ist.